Tag 4 – Mittwoch, 30. Januar
Gewicht 72,5 Kilogramm (wer außer mir nimmt bitte schön beim Fasten zu?)
Ernährung 1 Glas Bittersalz F.-X.-Mayr-Kurstufe 2:
1 Dinkelbrötchen + 200 ml Joghurt zum Frühstück + 30 g Eiweißzulage (Tiroler Alpenschnittkäse), 1 Dinkelbrötchen + 200 ml Joghurt + 30 g Avocadoaufstrich zu Mittag, 2 Tassen Gemüsebrühe, 2 Scheiben Dinkelknäckebrot,Tee nach Belieben
Bewegung 30 Minuten Morgengymnastik
Zeitung Der Standard
6.45 uhr
Bitterwasser trinken laut Therapieplan
7.00 uhr
„Wer den Tag mit einem Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen.“ Als ich heute Morgen in den Spiegel schaue, vergeht mir das Lachen: Meine Augen sind angeschwollen, meine Nase ist zu, meine tief sitzenden Schlacken scheinen in alle Richtungen nach außen dringen zu wollen. Die Fältchen sind über Nacht mehr geworden oder sind einfach die eingelagerten Wasserreserven abgezogen?
Mein Gesicht hat sich verändert – ich bin blass, doch meine Haut ist so schön und klar wie lange nicht mehr. Kein einziger Pickel, keine Unebenheit in Sicht.
Doch die Erkenntnis: Ich nehme in der völlig falschen Reihenfolge ab. Erst im Gesicht, dann an der Brust, den Oberarmen, am Bauch. Hüfte, Oberschenkel und Po hingegen sehen noch genauso aus wie bei meiner Anreise.
Heute Morgen nehme ich mir die Zeit, meinen Körper zu pflegen, ich mache ein Peeling, creme und massiere. Er freut sich drüber, sagt: „Danke, dass du dich wieder einmal um mich kümmerst, mich streichelst und umsorgst. Viel zu lange hast du schon nicht mehr nachgeschaut, wie meine Haut sich anfühlt und schon gar nicht mehr, wo sie trocken oder gespannt oder faltig ist.“
Ich gebe ihm Recht. Ich weiß nicht mehr viel von ihm. In unseren Breitengraden überwiegen die kalten Monate. Die meiste Zeit ist mein Körper unter drei Lagen Wäsche versteckt.
8.00 uhr
Nach einer ausgiebigen Körperpflege entschließe ich mich, zur Morgengymnastik zu gehen. Der Frühstücksspaziergang ließ sich bisher nicht mit meinem Timing in Sachen Bittersalz und Toilettengang vereinbaren. Daher runter in den Keller und rauf auf die Matte. Doch anstatt wohliger Entspannung wartet Hanni mit Schwunggymnastik auf uns.
Zur Melodie von „Tanze mit mir in den Morgen“ schwingen wir Arme und Beine nach rechts und nach links, nach oben und nach unten. Die Knie beugen und heben, den Oberkörper drehen und die Arme nach oben dehnen. Während Hanni mit einem Lächeln im Gesicht den Schnulzenschlager mitsummt, bekomme ich einen hochroten Kopf und ein kleiner Sturzbach prickelt zwischen meinen Brüsten in Richtung Hosenbund. Mein Organismus ist wach und begrüßt mich mit einem stürmischen „Guten Morgen“. Doch die Bewegung tut gut. Nach dreißig Minuten verlasse ich gelöst und locker den Fitnessraum.
8.30 uhr
Endlich Frühstücken – nach der Gymnastik hab ich richtig Lust auf mein Dinkelbrötchen mit Joghurt. Doch welch Überraschung! Nach zwei Tagen bin ich nun auf Diätstufe 2 geklettert: Ich darf 30 Gramm Eiweißbeilage essen – ich entscheide mich für hauchdünne Scheiben Tiroler Alpenschnittkäse.
Doch der beglückende Effekt bleibt aus – so sehr ich das Brötchen mit Joghurt in den letzten Tagen verabscheut habe, so wenig scheine ich den Käse zu brauchen. Ich könnte eigentlich noch gut drauf verzichten. Besonders lecker ist allerdings die Petersilie: Mmh, hier entfaltet sich ein ähnlich feines Geschmackserlebnis wie bei der gestrigen Fastenbrühe.
11.00 uhr
Immer noch keine Fastenkrise. Schön langsam werde ich echt sauer auf alle, die mich vor meiner Abreise damit traktiert haben, dass die ersten zwei, drei Fastentage kaum auszuhalten sind. Mir geht’s bestens. Ich genieße die wunderschöne Berglandschaft, die unglaublich nette Hotelatmosphäre, die spannenden Erkenntnisse rund um meinen Körper. Ich hab ein wenig Muskelkater und weiß mit gutem Gefühl:
Es tut sich was. Von Krise keine Spur. Mit wem ich auch spreche, er bestätigt mir: Die Krise wird nicht mehr kommen. Niemals hätte ich am Tag meiner Anreise gedacht, wie kinderleicht fasten ist. Ja, ich hab nicht einmal das Gefühl zu fasten.
Mich plagen keine Kopfschmerzen, keine Hungergefühle, kein Unterzucker, keine Kreislaufprobleme. Ich leide nicht an Schlafstörungen oder Magenkrämpfen. Alles ist bestens. In der Lobby – beim Zeitunglesen(!) – unterhalte ich mich kurz mit der Hoteldirektorin.
Auf die Standardfrage – diese Frage stellt hier jeder zu jeder Zeit –, wie es mir geht, antworte ich mit einem strahlenden „sehr gut“. Sie nickt anerkennend. „Sie machen das auch genau richtig“, antwortet sie.
„Sie lassen sich voll und ganz auf das Fasten ein. Sie haben nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Das ist die beste Einstellung, um das Fasten richtig genießen zu können.“
So viel Anerkennung tut gut – ich erkenne mich selbst nicht wieder. Ich grüble längst nicht so viel, wie ich angenommen habe. Eigentlich wollte ich doch eine Entscheidung treffen. Eigentlich wollte ich doch einen neuen Lebensplan entwerfen. Wie soll es nach der Kur weitergehen?
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Was muss ich an meinem Leben ändern, um daheim auch auf Schokolade verzichten zu können? So weit bin ich noch nicht. Aber vielleicht ist dieses Ziel für den dritten Tag auch noch zu hoch gesteckt.
10.30 uhr
Heute versuche ich mich im Kneippen. In der durch und durch apfelgrünen Bäderabteilung stehen die Fußwannen bereit, auf den hübsch gefliesten Bänken liegen Handtücher und Eieruhren. Zuerst tauche ich meine Füße ins warme Wasser, nach fünf Minuten steige ich ins Kaltwasserbecken und drehe in großen Storchenschritten drei Runden im eiskalten Wasser. Fußreflexzonenmassage inklusive. Danach kribbeln die Beine wohlig.
Das Ganze dauert eine Viertelstunde und ist besonders genussvoll, wenn man sich ganz dem Spüren hingibt. Nicht lesen, nicht reden. Einfach nur sitzen, gehen und spüren: Wie fühlen sich die Füße an? Welche Muskeln spüre ich? Wie bewegen sich die Zehen im Wasser?
Im Fasten – im bewussten Verzicht auf ein Übermaß – erkenne ich nach langer Zeit auch die kleinen Dinge im Leben wieder – nichts Großes passiert und dennoch ist es überwältigend. Der Körper gibt tausend Signale ab und erhält ebenso viele. Seine Nervenbahnen arbeiten unentwegt – ein höchst funktionsfähiger Computer, mit dessen Leistungen ein einzelner Mensch völlig überfordert wäre.
Doch unser Körper hat alles im Griff. Bis zu den ersten Zipperlein – dann kracht der Rücken, dann begehren die Bandscheiben auf, dann schmerzt die Lendenwirbelsäule. Für diese eine Viertelstunde habe ich mich alleine auf die Signale meines Körpers konzentriert und es war ein Feuerwerk an Empfindungen. Erstaunlich, was ich sonst so verpasse.
Danach geht’s ab ins Heu: Daniela bereitet mir wieder ein Bett und legt mir ein duftendes Heupaket auf den Bauch. Galle und Leber werden dadurch kräftig entgiftet und entschlackt.
Der Geruch erinnert an Sommer und Alm. Justus und ich haben mit unseren Kindern früher oft Wochenendausflüge in die Berge unternommen. Sind gewandert, haben auf Hütten gegessen und übernachtet und sind am nächsten Tag weitergewandert. Einer dieser Ausflüge führte uns ins bayerische Voralpenland. Wir stiegen auf die Kampenwand und genossen den Blick auf den Chiemsee und in der Ferne konnte man München erahnen. Nach dem Abstieg legten wir uns auf die Almwiese, weit weg von allen anderen Wanderern, und die Kinder spielten auf den großen Findelsteinen. Justus und ich dösten in der Wiese, aus der Ferne hörten wir den sanften Rhythmus der Kuhglocken.
„Justus, was meinst du: Soll ich nach den Ferien mein Studium wieder aufnehmen oder mich besser für einen Fernlehrgang anmelden?“, unterbrach ich die Stille. Justus stöhnte neben mir. „Meine Güte, Elli. Du und deine ständigen Pläne“, sagte er konsterniert und spuckte den Grashalm aus, auf dem er gekaut hatte. „Jeden Tag hast du eine neue Idee. Jeden Tag unterbreitest du mir ein neues Vorhaben. Aber ehrlich gesagt, getan oder wirklich unternommen hast du noch nie etwas. Ich hab von deinen Plänen noch nie etwas Konkretes gesehen.“
In diesem Moment bekam mein Herz einen kleinen Riss. Enttäuschung stieg in mir auf. Die Tränen traten mir in die Augen. Ja, er hatte Recht. Ich hatte jeden Tag neue Pläne und tatsächlich versorgte ich an all diesen Tage ihn und unsere Kinder. Ich kochte, ich putzte, ich räumte auf, ich fuhr in den Kindergarten, ich holte von der Schule ab und am Abend war ich noch der Müllkorb, in den Justus seine Probleme mit Arbeitskollegen abladen konnte. Ich schluckte heftig. Justus setzte sich auf und ließ seinen Blick durchs Fernglas schweifen. Ich drehte mich zur Seite, nahm den Geruch der Alm wahr.
Meine Pläne waren zum großen Teil Fantasiegebilde. Und warum waren sie das? Weil ich keine Zeit hatte, um auch nur eine einzige Idee davon zu verwirklichen. Justus war strikt gegen eine Haushaltshilfe. Justus war strikt gegen einen Krippenplatz. Justus wollte von mir bekocht und versorgt werden und nun warf er mir Untätigkeit, Faulheit und meinen Hang zu Hirngespinsten vor.
Ich drehe mich auf der Liege ebenfalls zur Seite. Eine Träne brennt heiß in meinem linken Auge. Der Duft des Heus – so wohltuend er für meine Galle und Leber auch ist – hat in mir einen schmerzhaften Punkt berührt.
Nach diesem Ausflug in die Berge hatte sich unsere Beziehung verändert. Ich konnte Justus kaum mehr in die Augen sehen. Wovon sollte ich ihm erzählen, wenn nicht von meinen Plänen? Ich spürte, er nahm mich schon lange nicht mehr ernst. Und dennoch: er war die Liebe meines Lebens. Er war der Vater meiner Kinder und mein Ein und Alles.
Zwei Monate nach diesem Vorfall eröffnete ich meinen eigenen Laden. Seither ist die „Strickliesl“ mein zweiter Lebensmittelpunkt. Das Geld brachte ich damals selber auf, ich wollte nichts von Justus nehmen. Ich löste einen Fonds auf, den mir meine Mutter vererbt hatte, und richtete mitten in der Innenstadt ein winzig kleines Lädchen ein, seither ist die „Strickliesl“ nicht mehr wegzudenken. Ich führe das beste und vielfältigste Sortiment an Wolle, Garnen und Nadeln.
Jeden Donnerstagnachmittag veranstalte ich eine Strickrunde: sechs bis zehn Frauen zum Stricken, Plaudern und Spinnen. Damals hab ich Mut und Unternehmerkraft bewiesen, beides wurde belohnt. Und ich wusste, was ich wollte. Ob Justus jemals stolz darauf war, weiß ich bis heute nicht. Er kam zur Eröffnung und dann nur noch, um mich von der Arbeit abzuholen. Dabei steigt er nicht aus dem Auto.
11.00 uhr
Nach der Heupackung begebe ich mich, noch etwas mitgenommen von meinen eigenen Erinnerungen, erneut in die kraftvollen Hände von Hanni. Mit ihrer zupackenden Art holt sie mich schnell wieder in die Wirklichkeit zurück. Diesmal hat sie es auf meine Waden und Oberschenkel abgesehen. Ich stöhne in mein Kissen. „Alles verspannt“, sagt die sympathische Vorarlbergerin bestimmt.
„Sie sitzen bestimmt zu viel, tragen ungesunde Schuhe mit Absätzen, schlagen die Beine permanent übereinander und bewegen sich zu wenig.“
Ich bin immer wieder erstaunt, mit wie wenigen Worten andere Menschen meine Lebenssituation zusammenfassen können. „Ja, Sie haben Recht“, murmle ich ins Kissen. Und denke dabei: „Im Grunde mache ich alles falsch.“ Mir ist zum Heulen zumute. So kann Fasten also auch sein.
13.00 uhr
Nach dem Mittagessen inklusive köstlichem Avocadoaufstrich schleiche ich in mein Zimmer. Nicht einmal der wunderbare Blick auf die verschneite Nordkette kann mich aufheitern. Ich bekomme Kopfschmerzen und will ins Bett. Ich hab mir eine Modezeitschrift aus der Hotellobby mitgenommen. Unschlüssig sitze ich auf meinem Bett und überlege, ob ich Justus anrufen oder lieber lesen soll.
Er müsste gerade nach seiner Mittagspause ins Büro zurückgekehrt sein. Ich wähle die Nummer. Er hebt sofort ab. „Heldenstein“, meldet er sich mit gestrenger Stimme. „Mein Justus“, denke ich stolz.
„Hallo Justus“, zwitschere ich übertrieben heiter. „Ich bin’s.Wie geht es dir?“
„Mein Wollmäuschen“, nuschelt er ins Telefon. „Endlich meldest du dich. Du hast mir nicht mal eine Nummer von dem Hotel aufgeschrieben.Wie geht es dir?“
Er vermisst mich, denke ich glücklich. Doch warum schon wieder dieser vorwurfsvolle Klang in seiner Stimme? Hätte er mich nach der Nummer gefragt, ich hätte sie ihm gegeben.
„Du hast mich nicht nach der Nummer gefragt“, antworte ich aufgeregt. „Mir geht’s sehr gut. Auch wenn ich noch kein Gramm abgenommen habe. Es ist einfach wunderbar. Ich fühle mich wie im Paradies. Die Ärzte sind …“
„Du, hör zu, Elli“, unterbricht mich Justus. „Ich hab gar nicht lange Zeit. Krammer und Meier warten schon auf mich. Wir müssen zu einem Termin. Warum ich dich anrufen wollte: Der Kater rührt seit Tagen sein Fressen nicht an. Weißt du, woran das liegen kann?“
Mir bleibt das Wort im Hals stecken. So ist das also. Von wegen, zu Hause vermisst mich jemand. Kein Mensch schert sich darum, ob ich anwesend bin oder nicht. Ich schlage mich seit Tagen mit einem schlechten Gewissen herum und allein der Kater scheint überhaupt bemerkt zu haben, dass ich nicht mehr da bin.
„Vielleicht vermisst er mich einfach und mag deswegen nichts fressen“, antworte ich sarkastisch. „Er ist ja wohl der Einzige, der bislang überhaupt gemerkt hat, dass ich nicht mehr zu Hause bin. Dann muss er eben auch fasten, bis ich wieder zurück bin.“
Justus atmet hörbar in den Hörer. In der Leitung Stille. Es knackst leise.
„Ja, Elli, dann werde ich mir weiter keine Sorgen um ihn machen“, antwortet Justus. „Und um dich brauche ich mir anscheinend auch keine Sorgen machen. Schön, dass du angerufen hast. Es freut mich, dass du dich so wohlfühlst. Mach’s gut.“
„Tschüss“, schniefe ich ins Telefon.
Hörer auf Telefon. Wärmflasche auf Bauch. Vorhänge zu. Decke über Kopf.
17.00 uhr
Das Leben ist schlecht, bis ich Markus kennen lerne. Der Mann, der mir mein Fasten versüßen und meinem Leben einen neuen Sinn geben könnte: blond, blauäugig, sportlich. Seine kräftigen, muskulösen Arme scheinen niemals stillzuhalten, sein Tiroler Dialekt lässt mich augenblicklich schmelzen.
Er schnipselt Gemüse in einem Tempo, dass mir Hören und Sehen vergeht. Rund um ihn zischt es aus den Töpfen und Pfannen, ein hinreißend köstlicher Duft vernebelt mir die Sinne.
Endlich bin ich angekommen: in seinem Paradies – der Diät-Küche des Parkhotels Igls. Heißt es nicht: „So, wie ein Mann kocht, so ist er auch in der Liebe“?
„Ach, Markus. Wo hast du die letzten drei Tage gesteckt und warum hab ich nur an zwei Tage alten Dinkelbrötchen herumgekaut, anstatt deine himmlische Marmelade zu verkosten und deine Bananenschaumsuppe zu schlürfen?“
Mein entzückter Blick entgeht auch den anderen Kochkurs-Teilnehmern nicht. Ich streiche meinen Pullover über meine noch immer fülligen Hüften, richte mich augenblicklich auf und mache ein interessiert-professionelles Gesicht: „Ach ja, Koriander. Mmh, Kardamom. So, so.“
Markus Sorg – der wohl jüngste und netteste Küchenchef unter dem Himmel Tirols – hat zum Kochkurs gebeten. Ein masochistisches Unterfangen – er zaubert in den Töpfen und die kleine erlesene Gästeschar – drei Männer und vier Frauen – sitzen in den Stuhlreihen und sehen ihm dabei zu.
„Wie beim Fernsehkoch“, raunt eine Frau. „Aber da bekommt man doch immer Champagner serviert, oder?“
Der Champagner bleibt ein Wunschtraum. Dafür türmen sich die allerbesten Zutaten auf der Anrichte: gekocht wird ausschließlich mit frischem Bio-Gemüse. Und siehe da, mit der Hälfte davon hab ich noch nicht einmal Bekanntschaft geschlossen: Topinambur, rote Karotten, Romanesco, Portulak – das alles leuchtet in den strahlendsten Farben. Einfach bezaubernd.
Und Markus legt sich gemeinsam mit seiner Assistentin so richtig ins Zeug, kocht Basenbrühe (die mindestens drei Stunden ziehen sollte), Gofio-Brei (aus geröstetem Mais, der zu Mehl wird), gedämpften Wolfsbarsch auf Tomaten-Carpaccio, Brokkolisuppe mit Trüffelöl und Hirse-Biskuitroulade mit hausgemachter Marmelade.
Während er werkt und kocht, erhalten wir eine spannende Einführung ins Thema „Gesundes Kochen zu Hause“, denn das ist nun mal der Sinn dahinter: Wie kann ich meine F.-X.-Mayr-Diät daheim sinnvoll und praktikabel weiterführen.
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Kochkurs:
– gutes, vitales, frisches Bio-Gemüse braucht nicht geschält zu werden
– grünes Gemüse immer in bereits sprudelnd heißesWasser geben, da es sonst die Farbe verliert
– niemals hungrig und ohne Plan einkaufen gehen – anstatt mit Salzwasser mit Gemüsebrühe kochen – ausschließlich hochwertige Produkte wie Öle und Gewürze verwenden
20.00 uhr
Heute Abend die Sauna erprobt. Kein weiterer Gast in Sicht, ganz alleine vor sich hinschwitzen – einfach köstlich. Mein Herz klopft heftig: 90 Grad Celsius scheinen für einen fastenden Körper nicht ganz einfach zu ertragen zu sein. Danach gut gewärmt ins Bett. Alle unwichtigen Gedanken aus dem Kopf geschwitzt.
22.00 uhr
Vielleicht sollte ich mich neu verlieben? Gute Nacht,Tirol.
Mein Highlight des Tages
Ein Kochkurs ohne Kalorien und schlechtes Gewissen.
Meine Fastenerkenntnis
Abwechslung ist das halbe Leben: Nicht nur beim Kochen, sondern auch im Leben und in der Liebe sollte ab und zu etwas Neues ausprobiert werden.
Mein Ziel für zu Hause
Gesünder kochen und Bambuskörbchen zum Dämpfen besorgen. Frische Zutaten auf dem Markt kaufen, Obst und Gemüse in Bio-Qualität. Und mit feinen Zutaten wie mit einem Tropfen Trüffelöl das Leben versüßen.


