Tag 9 – Montag, 4. Februar
Gewicht 70,5 Kilogramm
Ernährung 1 Glas Bittersalz F.-X.-Mayr-Kurstufe 3:
1 Dinkelbrötchen + 200 ml Joghurt + 50 g Tiroler Alpenschnittkäse zum Frühstück, 1 Tasse Gemüsebrühe, 1 Dinkelbrötchen + mediterrane Kräuterbasensuppe + 50 g Avocadoaufstrich zu Mittag, 2 Scheiben Dinkelknäckebrot,Tee nach Belieben
Bewegung keine (sehr schlecht)
Zeitung keine (sehr, sehr schlecht)
6.45 uhr
Bitterwasser trinken laut Therapieplan
10.00 uhr
Mir schlägt die Stunde der Wahrheit: Ich glaube, nun hat mich doch eine Fastenkrise erwischt. Der Bärenhunger von gestern Abend ist ungebrochen. Am Frühstückstisch esse ich alles auf: das Joghurt, das Dinkelbrötchen, den Tiroler Alpenschnittkäse. Sogar die gerösteten Kürbiskerne müssen dran glauben. Dann bin ich definitiv satt. Aber noch nicht glücklich.
Dafür sorgt wenig später Markus (der Masseur, nicht der Koch!). Er verwöhnt mich eine halbe Stunde lang mit einer Fußreflexzonenmassage, die zu unser beider Überraschung kein bisschen schmerzhaft ist. Markus findet lobende Worte für mich: „Das ist ein gutes Zeichen, Frau Heldenstein. Bei Ihnen stimmt die Basis. Ihr Körper befindet sich absolut im grünen Bereich.“
Ich freu mich über das gute Urteil. Hatte ich doch schon Angst, dass es vor allem im Bereich des Herzens zu massiven Schmerzen kommen würde. Doch mein Herz scheint gesund und nicht gebrochen. Diese Diagnose werte ich als positives Zeichen dafür, dass ich den Brief an Justus abschicken soll.
Nach der Massage hole ich das dicke Kuvert vom Zimmer und bringe es an die Rezeption. Briefmarke drauf und ab zur Hotelpost. Mal sehen, welche Wirkung ich damit erziele.
Die stark entgiftende und entschlackende Wirkung der Massage bekomme ich schnell zu spüren: Mich friert am ganzen Körper. Erschöpft begebe ich mich schon am Vormittag wieder zurück ins Bett. Mein Körper verlangt nach Wasser.
Dr. Winkler beschreibt in seinem Buch, dass die Giftausscheidung im Laufe der zweiten Woche einen weiteren Höhepunkt erreichen kann.Vielleicht hat die Fußreflexzo- nenmassage diesen Giftausleitungsprozess noch verstärkt.
Zur Aufmunterung gehe ich zum Schrank und probiere meine „Lisa-Jeans“ aus dem Jahr 1993. Ich hole sie aus dem hintersten Eck meines Kleiderschrankes. Mal sehen, ob es eine Überraschung gibt oder nicht! Und tatsächlich: Ich kann sie – wenn auch mühsam – über die Hüften streifen.
Vorne klafft der Reißverschluss weit auseinander. Aber ich verzeihe ihm, in meinem Inneren beginne ich lauthals zu jubeln. Ich hopse probeweise im Zimmer herum und lege mich dann auf das Bett. Ich müsste mir links und rechts rund drei Zentimeter von den Hüftknochen wegschleifen. Dann würde ich die Jeans zukriegen. Aber das habe ich nicht vor. Glücklich bleibe ich gleich im Bett liegen. Schritt für Schritt nähere ich mich dem Ziel. Derzeit schlafend.
13.30 uhr
Von Rosenmontag ist im Hotel nichts zu spüren. Beim Mittagessen herrscht wie immer eine ruhige Atmosphäre. Mir fällt auf, dass sich die Gäste an den Tischen im Flüsterton miteinander unterhalten. Warum das so ist, weiß ich auch nicht. Vornehme Zurückhaltung oder einfach nur die Angst, die Ruhe des Kauens zu durchbrechen? Alles ist ruhig, aber nicht steif.
Zum Glück ist Justus nicht da oder etwa Aenne, die mit ihrem lauten Lachen und ihren Erzählungen, die von wilden Gesten unterbrochen werden, die Gäste bestimmt aus ihrem Kurschlaf reißen würde. Obwohl, ich könnte mir sogar vorstellen, dass Aenne es hier spannend finden würde. Zum einen weil sie hier Pilates und Yoga machen könnte, zum anderen wäre sie nicht die Einzige unter zwanzig.
Seit Sonntag sind mehrere Familien mit Kindern und Jugendlichen im Hotel. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass sich die Jungs mit ihren sieben und dreizehn Jahren hier wohlfühlen, aber auch sie wirken beim Billardspiel oder beim Schwimmen im Pool ziemlich entspannt.
So entspannt wie ich nach einem ausgiebigen Vormittagsschlaf und der Erkenntnis, dass die innere Leere zu äußeren Erfolgen führt: Meine Jeans aus „Lisa-Zeiten“ habe ich nun nicht mehr in die Ecke geknallt, sondern liebevoll auf einem Kleiderbügel aufgehängt. So hab ich sie und mein Ziel immer vor Augen.
Das Mittagessen besteht aus der für Stufe drei üblichen „3er-Kombination“: Basensuppe, Dinkelbrötchen, Eiweißbeilage. Mindestens dreißig Minuten sitze ich da und kaue gedankenverloren – und bin erstaunt über mich selber. Während ich die erstenTage den Speisebrei in meinem Mund unerträglich fand, habe ich mich inzwischen an ihn gewöhnt und finde ihn vollkommen in Ordnung. Nur Trinken ist verboten: Das würde den Speichel zu sehr verdünnen.
14.45 uhr
Uah, Langeweile macht sich breit. Keine Lust zum Spazierengehen. Keine Lust auf Sport. Am liebsten nur schlafen. Absoluter Motivationseinbruch. Sogar den Pilates-Kurs lasse ich sausen. Wenn auch mit schlechtem Gewissen. Wobei ein bisschen Bewegung nicht geschadet hätte: Ich friere schon den ganzen Tag. Ich entscheide mich für einen wohligen Bauchwickel. Die feuchte Wärme wirkt entkrampfend und meine Leber, meine Galle und mein Darm freuen sich über die Zuwendung.
17.00 uhr
Daniela hat mich am Nachmittag wieder von den Toten erweckt – mit einer Thalasso-Packung. Ich bekomme eines der superheißen Höschen zum Anziehen, Daniela streift sich die Einweg-Handschuhe über und schon geht’s los: Erst cremt sich mich von oben bis unten, von vorne und hinten mit einem Fruchtsäure-Gel ein, das sie gleich darauf mit einem Handtuch wieder abrubbelt.
„Das Peeling befreit die Haut von dem Fettfilm“, erklärt sie mir fachkundig.
Ich runzle die Stirn. Was heißt hier, befreit die Haut vom Fettfilm? Darf ich mir das so vorstellen, dass einfach meine 21 Kilogramm Fett mit dem bisschen Gel weggepeelt werden? Das erweckt sofort mein Interesse.
„Wie funktioniert das bitte schön?“, frage ich ganz naiv.
„Na ja, auf der Haut befinden sich von den Massagen und dem täglichen Eincremen natürlich Rückstände von Cremen und Gels. Und dieser Fettfilm wird mit dem Peeling abgetragen“, erklärt mir Daniela.
„Ach so“, antworte ich etwas missmutig. Meine 21 Kilogramm kann ich weiter behalten.
Nach dem Abrubbeln wird meine Haut mit einem Frischalgenspray befeuchtet, damit sich die Poren öffnen und die Meeresalgenpackung optimal aufgenommen werden kann. Dann darf ich mich auf die vorgeheizte Massageliege legen. Daniela schöpft aus dem Vollen und streicht mir mit kräftigen Handbewegungen die stoffwechselfördernde Frischalgenmasse auf den gesamten Körper.
Von den Zehen- bis zu den Fingerspitzen: alles grün. Der Geruch erinnert mich an den Hafen von Mousehole in Cornwall. Wenn da nachmittags Ebbe herrscht, dann hängen die grünen Fäden und Gewächse an den Kaimauern träge in der Sonne und warten darauf, von der nächsten Flut wieder zum Leben erweckt zu werden. In der Zwischenzeit vertreiben sie mit ihrem Geruch alle Touristen, die ein paar Erinnerungsbilder knipsen wollen. Well, aber wo war ich?
Ach ja, nachdem ich aussehe wie ein Frosch, werde ich gut eingepackt: mit Folie, Leintuch, drüber noch die Wärmedecke, ein Handtuch für die Brust, ein Handtuch für die „Eisklumpen“-Füße und dann heißt’s dösen. Die stark entgiftende und ausleitende Wirkung der Algen zeigt sich bald: Schon nach wenigen Minuten fallen meine Augen schier von alleine zu. Die Algen duften meinen Körper entlang, es wird wohlig warm und ich falle in einen tiefen, entspannten Schlaf.
Nach dreißig Minuten weckt mich Daniela aus der Versenkung. Verschlafen und mit einem deutlich strafferen Bindegewebe tapse ich in die Dusche. Die Algen verkrümeln sich im Ausguss und ich fühle mich wie neugeboren: „Die Venus tanzt in der Meeresgischt.“
20.45 uhr
Vor dem Abendessen plagen mich ganz scheußliche Magenschmerzen. Ich hab Hunger und fühle mich unwohl. Außerdem hab ich ein schlechtes Gewissen – die Moral und die Motivation haben deutlich nachgelassen. Der Punkt „Schulung“ hat noch nicht wirklich gegriffen. Mein Bauch meldet sich mit kleinen, missmutigen Lauten und einem lästigen Zwicken.
Im Restaurant deutet die zuvorkommende Jasmine mein missgelauntes Gesicht richtig: Anstatt Dr. Winklers Haustee bringt sie mir einen Fencheltee und dazu darf ich das Kümmel-Knäckebrot knabbern. Sogar für den Abend bekomme ich noch eine extra-großeThermoskanne, randvoll mit Fencheltee gefüllt, an die Hand. Ich lächle sie dankbar an.
Gerade habe ich das Gefühl, dass sich der Magen wie- der ein bisschen beruhigen möchte, nähert sich meinem Tisch eine Gestalt. Es ist das „Eisbein“.
„Hallo, geht es Ihnen nicht gut?“, fragt er mitfühlend.
„Doch, doch. Nur ein bisschen Rebellion aus dem Reich der Mitte“, antworte ich ihm und mache eine völlig doofe und überflüssige Handbewegung in Richtung Bauch.
„Oje, das kenne ich“, sagt er beschwichtigend. „Am besten, Sie machen regelmäßig einen Bauchwickel. Das entkrampft unheimlich gut.“
„Tja, das wüsste ich eigentlich auch“, nicke ich ihm zustimmend zu. „Aber so ist das im Leben. Man weiß es ja besser, doch man handelt völlig gegensätzlich.“
Ich mache eine kurze Pause.
„Sonst wären viele von uns wohl auch nicht hier im Hotel.Wenn wir rechtzeitig auf die Schokoladentorte, den Nachschlag und die Chips vorm Fernseher verzichtet hätten, müssten wir nun nicht hier sitzen.“
„Ja, Sie haben wohl Recht. Aber Sie scheinen im Verzicht doch recht geübt, oder? Sie sind doch schlank“, stellt er unumwunden fest und zwinkert komplizenhaft. Ich bin froh, dass ich sitze. Im Sitzen bin ich tatsächlich annähernd schlank. Hoffentlich verlässt er vor mir den Speisesaal und sieht mich nicht von hinten. Sonst muss er seine Meinung ganz schnell wieder ändern.
Aber „Eisbein“ macht keine Anstalten zu gehen. Ganz im Gegenteil: Er hält das Thema für ausbaufähig.
„Ich bin der Ansicht, dass hier vor allem Menschen herkommen, die für ihre Gesundheit vorsorgen wollen“, sagt er bestimmt. „Sehen Sie sich doch mal um, hier ist doch kaum jemand wirklich übergewichtig. Die meisten sind sogar sehr schlank. Wie erklären Sie sich das?“
„Dass sie Abstand brauchen“, murmle ich vor mich hin.
„Wie bitte, Abstand?“ Er beugt sich aus ein Meter achtzig zu mir herab. Ich scheine sein Interesse geweckt zu haben. Ja, er macht sogar Anstalten, sich mir gegenüber an meinem Tisch niederzulassen.
„Setzen Sie sich doch“, winke ich resigniert und deute ihm, sich zu setzen.
„Was meinen Sie mit Abstand?“, fragt er und setzt sich mir tatsächlich gegenüber.
Doch so leicht gehe ich ihm nicht auf den Leim.
„Aus welchem Grund kommen Sie denn hierher?“, frage ich direkt zurück.
„Ach, wissen Sie, ich komme schon seit Jahren regelmäßig ins Parkhotel“, erklärt er mir. „Ich hatte eine wirklich schwere Allergie, die mir mein Leben zur Qual gemacht hat. Mit der F.-X.-Mayr-Kur und der wunderbaren Arbeit von Frau Dr. Schirmer lebe ich seit über sechs Jahren beschwerdefrei. An so einen Ort kommt man natürlich immer wieder gerne zurück. Aber nun zu Ihnen. Was meinten Sie mit dem Abstand?“
„Na ja, vorrangig bin ich hierher gekommen, um abzunehmen. Als Frau ab vierzig wird das Leben nicht leichter. Die Orangenhaut befindet sich nicht mehr da, wo sie hingehört, nämlich im Obstteller, sondern an Körperteilen, die ich hier nicht genauer definieren möchte. Und der Mittlere Ring sollte eigentlich durch München führen und nicht um den eigenen Bauch. Das waren in jedem Fall die wichtigsten Motivationsgründe für mich, um hierher zu kommen.“
Nervös knete ich die feine Stoffserviette in meinen Händen, den Blick gesenkt. Aus den Augenwinkeln beobachte ich, dass „Eisbein“ meine Erklärung für durchaus möglich, aber im Grunde für völlig absurd hält. Also setze ich eins drauf:
„Außerdem hatte ich schon lange das diffuse Gefühl, dass mit meiner Ehe etwas nicht in Ordnung ist. Darum habe ich mich zu diesem Urlaub entschlossen. Die eigene Schönheit und Eitelkeit beruhigen, die Gesundheit streicheln und dabei noch einen klaren Gedanken zur Zukunft meines Ehelebens fassen“, stoße ich erleichtert heraus.
Warum ist gerade „Eisbein“ – verdammt, wenn ich nur seinen richtigen Namen wissen würde – der Erste, dem ich von meinen Problemen erzähle?
„Und, haben Sie schon einen Entschluss gefasst?“ Er sieht mich gebannt an.
„Ja, den hab ich“, seufze ich laut, sodass ein paar Leute sich zu mir umdrehen. Wie absurd ist doch diese Situation. „Ich werde mir ein eigenes Zimmer einrichten.“
Das Gesicht meines Gegenübers verzieht sich von einer gespannten Miene in ein breites Lächeln, das sich zu einem noch breiteren Grinsen ausbreitet. Verlegen drehe ich den Kopf zur Seite und wünsche dem Ehepaar gegenüber einen schönen Abend.
„Und Sie meinen, mit einem eigenen Zimmer haben Sie Ihre Eheprobleme gelöst?“, schmunzelt er.
„Ich denke, es ist ein Anfang“, antworte ich zögerlich. „Ich weiß in jedem Fall, dass ich meine Ehe retten möchte, sich aber einiges tun muss. Das eigene Zimmer ist ja nur ein Beispiel für …“
Aber „Eisbein“ lässt mich gar nicht ausreden.
„Lassen Sie sich eines gesagt sein, liebe Frau Heldenstein“, sagt „Eisbein“ wieder gefasst. „Eine Ehe ist wie ein Brunnen. Kommt nicht ständig frisches Wasser nach, wird er langsam, aber gewiss versiegen. So und nun wünsche ich Ihnen eine angenehme Nachtruhe und vergessen Sie den Bauchwickel nicht.“
Verdutzt lässt mich mein Kurzzeit-Tischnachbar sitzen und verabschiedet sich laut und freundlich von den Kellnerinnen. Was war das denn gerade? Eine Ehe ist wie ein Brunnen?
Obwohl – der Vergleich ist vielleicht gar nicht so schlecht. Nur, was meint er eigentlich mit dem „frischen Wasser“? War das etwa eine plumpe Anmache? Hält er sich für das „frische Wasser“?
Nein, entschieden schüttle ich den Kopf. Bei „Eisbein“ würde das Wasser meinen Gefrierpunkt erreichen.
20.45 uhr
Lange kann ich über das Gleichnis nicht nachdenken. Ich eile in den Vortragsraum gleich neben dem Stüberl, um mir das Referat von Frau Dr. Schirmer zum Thema „Das Immunsystem“ anzuhören. Im Gang drücke ich mich an die Wand und werfe einen scheuen Blick in den Raum. In Sekundenschnelle scanne ich den Raum ab, ob sich nicht etwa ausgerechnet „Eisbein“ auch für das Thema interessiert. Doch ich bin leider nicht schnell genug: Gerade als mein Immunsystem Entwarnung signalisiert, hat mich Frau Dr. Schirmer auch schon entdeckt und ruft hinter ihrem Pult hervor: „Kommen Sie nur rein, Frau Heldenstein. Nehmen Sie Platz. Wir sind ohnehin eine kleine Runde heute Abend.“
Ertappt strecke ich meinen Rücken und betrete grüßend und hoch erhobenen Hauptes den Raum. So was Dämliches aber auch. Ich schleiche hier rum wie Lieschen Müller und dabei bin ich doch auf der Flucht. Versteht mich keiner?
Doch Frau Dr. Schirmer erkennt die Verzweiflung und Verwirrtheit in meinen Augen nicht und dämpft das Licht. Die nächsten Stunden widmen wir uns dem Immunsystem.
Ich erfahre Erstaunliches: 70 bis 80 Prozent der immunkompetenten Zellen sitzen im Darm, daher soll die Darmflora gesund und nicht vergiftet sein. Das Immunsystem mag keinen Elektrosmog – zum Glück habe ich meinen Rosenquarzstein ständig neben meinem Bett liegen und alle Zimmer im Parkhotel verfügen über Netzfreischalter –, keine ungelösten Konflikte (beispielsweise in der Ehe), keine Toxine (wie etwa Amalgamfüllungen in den Zähnen), keine chronische Überbelastung der Verdauungsorgane (Massenaufmarsch von Elchen) und keine gewaltsame Unterdrückung harmloser Krankheiten. Der Geschmack in meinem Mund wird immer schaler. Unbändiges Mitleid für mein Immunsystem macht sich in mir breit. Was habe ich ihm nur vierzig Jahre lang angetan?
Erleichtert höre ich, dass das Immunsystem aber auch Vorlieben hat. Versöhnlich kann ich es stimmen, in dem ich meinen Darm saniere (et voilà), indem ich mich regelmäßig körperlich bewege (ja, mach ich doch), indem ich mich einmal wöchentlich so richtig abhärte durch Kneippen oder Sauna (ob es reicht, wenn ich mir eine Wanne kaltes Wasser neben die Dusche stelle?), indem ich Stress reduziere (Justus erklären, wie ich mir unsere Ehe vorstelle und Nadines Stundenanzahl in der Strickliesl erhöhen) und ausreichend Vitamine A, E, C und Mineralstoffe wie Selen und Zink zu mir nehme.
Mit vielen guten Vorsätzen verlasse ich den Vortragsraum, hole mir mein Bitterwasser und eine Thermoskanne Abendtee und stelle entschieden fest: für heute ist es genug.
22.10 uhr
Sollte „Eisbein“ mehr über meine Ehe wissen als ich selber?
Mein Highlight des Tages
Die Thalasso-Packung mit Algen
Meine Fastenerkenntnis
Die Ehe ist wie ein Brunnen …?
Mein Ziel für zu Hause
Mich regelmäßig bewegen: Ich werde mir Laufschuhe kaufen und Nordic-Walking-Stöcke.


